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Ideen für OSL

Teil 1: Schipkauer Kippenbalkon

Elke Löwe, Mitglied des Kreistages OSL

Als Hörlitzerin erlebe ich oft genug, dass Radtourist*innen aus dem Seenland bei uns stranden und nach den Weg zur F60 fragen. Suchmaschinen schicken diese über Poley und Sallgast.
In einer unserer letzten Ausgabe hat Ringo Jühnigk, unser Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Schipkau von einer Idee des Bürgerforums „Lebendiges Schipkau“ unter der Leitung von Cornelia Müller, dem „Schipkauer Kippenbalkon“, berichtet. Es geht darum die, im letzten Jahr vorgenommene Vorschüttung vor der Hochkippe des ehemaligen Tagebaus Klettwitz gemeinsam mit dem Eigentümer, dem Landesforst Brandenburg, attraktiver zu gestalten. Dabei soll es um besondere Pflanzungen, um Wanderwege, einen Kinderspielplatz, einen Rodelhang, eine Aussichtsplattform und einen Erinnerungsraum für verschwundene Siedlungen gehen.
Lasst Sie uns eine Verbindung zwischen dem Seenland über die Gemeinde Schipkau zum Bergheider See (F60) schaffen, die es so anderswo nicht gibt, die uns und unseren Gästen die Lausitz nochmal von einer ganz anderen Seite zeigt. Letztlich soll eine Fahrtrasse mit angrenzenden Highlights unter Beachtung der noch ausstehenden Maßnahmen der Grundsanierung der LMBV entstehen.
Ausgangspunkt:
Seenland um Senftenberg und Großräschen; auf vorhandenen Wegen zum Aussichtsturm Hörlitz, von dort über den noch endgültig zu sichernden Kohlebahndamm, unter der Landesstraße L60 auf den bestehenden Radweg bis zur Hochkippe in Schipkau am „Haus der Freundschaft“.
Erschließung des vorhandenen Böschungssystems entsprechend der Idee des „Schipkauer Kippenbalkons“
Führung der Wegeverbindung auf die vorhanden kommunale Straße zwischen Klettwitz und Kostebrau durch den vorhandenen Windpark, dort Schaffung einer Möglichkeit, Windenergieanlagen aus verschiedenen Perspektiven zu erleben, ggf. auch Teilbegehbarkeit eines Windrades herstellen, dort Info zu regenerierbaren Energien
Durch einen besonders zu gestaltendenden „Roten Caynon“ bei Kostebrau (z. B. im Zuge der noch notwendigen Auffüllung des östlichen Tagebaurandschlauches, oberflächige aber geländebewegte Einbringung von orangerotem Eisenhydroxidschlämmen bei Beachtung der umweltrechtlichen Rahmenbedingungen und Verhinderung von Winderosion; punktuelle Bepflanzungen).
bis an das südöstliche Ufer des Bergheider Sees mit Blick auf die F60
von dort auf Wegen, die im Rahmen der Grundsanierung herzustellen sind am Ostufer des Sees entlang bis zur F60 bzw. an entstehende Badestellen.
Was hätten wir davon? Zunächst kürzere Wege zum Bergheider See, d. h. schnell mal abends mit den Rad zum Baden. Wenn Tourist*innen diese Trasse annehmen, haben Private gute Chancen als Dienstleister an der Strecke z. B. mit gastronomischen und Übernachtungsangeboten in Erscheinung zu treten. Letztlich wird der Bekanntheitsgrad der Region erhöht und Schipkau rutscht etwas näher an den Wachstumskern „Westlausitz“.
Nebenbei sammeln alle Erfahrungen, wie man mit Eisenhydroxidschlämmen auch umgehen kann. Machen wir aus der Not eine Tugend. Können Sie sich das vorstellen?