Für Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz (ohne Lübbenau)

Dr. André Brie (MdEP)

Direktkandidat im Wahlkreis 66

geboren am 13. März 1950 in Schwerin

Dr. rer. pol., Politikwissenschaftler

Mitglied des Europäischen Parlaments seit 1999

verheiratet, drei Töchter

Werdegang

  • 1968 Abitur
  • 1968 bis 1971 Wehrdienst in der NVA
  • 1971 bis 1976 Studium der Außenpolitik am Institut für Internationale Beziehungen in Potsdam-Babelsberg
  • 1979 Dissertation A
  • 1976 bis 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter an diesem Institut, zuletzt Dozent und Lehrstuhlleiter für Fragen der europäischen Sicherheit und Abrüstung
  • 1990 bis 1999 und 2004 Wahlkampfleiter der PDS, zeitweilig stellvertretender Bundesvorsitzender der PDS und bis 1997 Vorsitzender der PDS-Grundsatzkommission, organisiert im Landesverband der Linkspartei.PDS Mecklenburg-Vorpommern
  • seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments: gegenwärtig Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, gemeinsame
    Sicherheit, Verteidigung und Menschenrechte (dort Koordinator/Obmann der Vereinten; Europäischen Linken im Ausschuss); Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss Binnenmarkt und Verbraucherschutz (dort ebenfalls
    Koordinator/Obmann der Vereinten Europäischen Linken im Ausschuss); Stellvertretendes Mitglied im Petitionsausschuss; Stellvertretendes Mitglied der Israel-Delegation des EP; Stellvertretender Vorsitzenden des Interparlamentarischen Netzwerkes für nukleare Abrüstung
  • 2003 - 2005 Mitglied des PDS-Landesvorstandes Mecklenburg-Vorpommern

Mitgliedschaften

  • Mitglied der IG-Metall
  • Kindervereinigung e.V.
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • Europa-Union Deutschland
  • Gesellschaft für die Vereinten Nationen
  • Lenkungsausschuss für den Petersburger Dialog

Außerdem

Autor von wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Schriften zur Außen- und
Sicherheitspolitik sowie zur Gesellschaftspolitik, von Kabarett-Texten, Aphorismen und Satire. Letzte Buchveröffentlichungen: "Nur die nackte Wahrheit geht mit keiner Mode" (Aphorismen, Eulenspiegel Verlag 2000) und "Aufbegehren zwischen Scherz und Zorn. Bagdad-Porto Alegre-New York-Bagdad" (edition NORDWINDPRESS 2003)

Begründung der Kandidatur: Sozialistische Politik – Hier und Heute

„Demokratische sozialistische Überzeugungen teile ich mit Vielen in der Partei DIE LINKE. Der dramatische Umbruch 1989/90 war für mich kein Grund, meine Gesinnung zu wechseln, aber jeder Grund, sie sehr selbstkritisch und kritisch zu überprüfen und sie radikal zu erneuern. Sozialismus kann ohne individuelle Freiheit und Demokratie nicht bestehen. Er muss sich zudem vielen neuen Fragen stellen - nicht zuletzt jenen der Globalisierung und Europäisierung, der Ökologie, der sozialen und kulturellen Wandlungen in unseren Gesellschaften. So sind konkrete und genaue Kapitalismuskritik, demokratisch-sozialistische Ziele und demokratisch-sozialistische Politik für mich nicht nur Fragen der Zukunft, sondern der Gegenwart.

Ich lebe in meiner Region unter Menschen, von denen kaum noch einer einen sozial gesicherten Arbeitsplatz hat. Ihr Leben und das ihrer Kinder wird durch Privatisierung, Arbeitslosigkeit, Hartz IV, Niedriglohn, Teilzeitarbeit und andere prekäre Verhältnisse heute zerstört. Sie brauchen heute Veränderungen. So versuche ich seit 1990 Politik zu machen: jetzt und hier, realistisch, konkret und als Sozialist: mit den Stahlwerkern von Gröditz, den Werftarbeitern an der Ostseeküste, den behinderten deutschen und polnischen Europakindern in Forst und Lubsko, deren Schirmherr ich seit vielen Jahren bin, mit Antifa-, Frauen- und Arbeitslosenorganisationen, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, im Irak, in Afghanistan, Palästina oder Israel.

Ich komme nicht aus der Lausitz, aber so habe ich mich hier auch in den letzten zwanzig Jahren nicht selten engagiert, mit dieser Haltung möchte ich den Wahlkreis 66 für die Linke gewinnen, wenn ich nominiert würde, so möchte ich hier und im Bundestag mit Leidenschaft und Verstand und gemeinsam mit möglichst vielen Menschen für eine soziale Politik und Gesellschaft arbeiten.“