21. Dezember 2016 Mario Dannenberg

Truppenverlegungen der NATO an die Ostgrenze und ins Baltikum

Die angekündigten Truppenverlegungen der NATO-Verbände Richtung Rußland betrachten wir mit großer Sorge. Wem soll das alles nützen? Aus welchem Grund verfolgt die NATO diese Strategie? Ein kleiner Blick zurück in die Geschichte sollte uns aufhorchen lassen: In den 2+4 Verhandlungen zur Deutschen Einheit war 1990 die NATO-Osterweiterung leider nicht ganz klar geregelt worden. Lediglich die Protokollnotizen der Verhandlungen machen deutlich, was vertraglich nicht weiter fixiert wurde. Das Gebiet der ehemaligen DDR blieb atomwaffenfrei, aber nach der Auflösung des Warschauer Vertrages kam es zu keinen friedenssichernden anderen Verträgen und nun hat sich die Nato immer weiter an Rußland herangeschoben.

Im Moment gibt es Truppenbewegungen Richtung Polen und Baltikum. 4000 Soldaten der US-Armee sollen längerfristig dort stationiert werden, um die Sicherheitsinteressen des Baltikums vor Ort abzusichern.Das alles erinnert mich an die Zeit des Kalten Krieges, die niemendem wirklich nutzte und nur für mehr Risiko sorgte.

So schafft man jedenfalls keine Entspannung in Europa!Was würden die USA wohl sagen, wenn die Russen wieder mal ein paar Mittelstreckenwaffen auf Kuba stationieren würden wollen?

Den Russen Expansionspolitik zu unterstellen und gleichzeitig Truppenbewegungen zu veranlassen ist sehr verantwortungslos. Anstatt das Gespräch zu suchen und Rußland in die Europapolitik miteinzubeziehen setzt man auf Aufrüstung und Abschreckung. Ein gefährliches Spiel für uns alle...